Werkserien
Pilbri® | Malerei · Fotografie · Hybrid Art
Meine Werkserien erzählen von einer künstlerischen Entwicklung, die von der Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Wirklichkeit geprägt ist.
Seit 2004 erforsche ich unterschiedliche Ausdrucksformen – von Malerei und Zeichnung über Fotografie bis hin zur Hybrid Art, in der verschiedene Bildwelten miteinander verschmelzen und neue visuelle Realitäten entstehen.
Jede Serie eröffnet einen eigenen Blick auf meine zentralen Themen: Wahrnehmung, Erinnerung, Identität, Verbindung und Transformation.
Manche Werkserien sind zeitlich abgeschlossen, andere entwickeln sich weiter oder gehen in neue künstlerische Ausdrucksformen über. So entstand beispielsweise aus meiner langjährigen Beschäftigung mit dem menschlichen Gehirn in Brain Art die eigenständige Serie Walking Brain.
Die folgende Übersicht lädt Sie ein, diese Entwicklung zu entdecken – von frühen Arbeiten bis zu meinen aktuellen künstlerischen Positionen.
Werkbeispiele der Serie Diplopie :
Diplopie - wenn Augen anders sehen
2004-2008 | Malerei und Zeichnung /Fotografie
Wie verändert sich unsere Wirklichkeit, wenn wir die Welt nicht mehr so sehen wie zuvor?
Die Werkgruppe Diplopie – Wenn Augen anders sehen entstand aus meiner intensiven Auseinandersetzung mit veränderter visueller Wahrnehmung. Doppelbilder, Überlagerungen und verschobene Perspektiven wurden zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Erforschung des Sehens.
Dabei interessierte mich nicht allein die optische Veränderung, sondern die grundlegende Frage, wie unser Gehirn aus visuellen Eindrücken Wirklichkeit konstruiert.
Die Arbeiten bilden einen frühen Ausgangspunkt meiner bis heute fortgesetzten Beschäftigung mit Wahrnehmung, Identität und den Grenzen zwischen innerer und äußerer Realität.
Werkbeispiele der Serie Kunstzüge
Kunstzüge
2009 /Künstlerische Fotografie · Digitale Bildtransformation
In meiner Werkserie Kunstzüge beschäftige ich mich mit besonderen Eisenbahnen, ihren charakteristischen Erscheinungsbildern und den Landschaften und Stadträumen, durch die sie sich bewegen.
Die Fotografien entstanden im Zusammenhang mit dem Glacier Express, dem Bernina Express und der Gornergratbahn in der Schweizer Alpenwelt sowie der historischen Standseilbahn Elevador da Glória in Lissabon.
Jede dieser Bahnen besitzt ihre eigene Identität. Während die Schweizer Bahnen durch eindrucksvolle Gebirgslandschaften führen, verbindet der Elevador da Glória die steilen Straßen und unterschiedlichen Höhenlagen der portugiesischen Hauptstadt. Gemeinsam ist ihnen die Verbindung von Bewegung, Technik, Landschaft und menschlicher Erfahrung.
Durch digitale Veränderungen von Farben, Kontrasten und Bildwirkungen löse ich die fotografischen Aufnahmen aus ihrer rein dokumentarischen Funktion. Vertraute Ansichten verwandeln sich in eigenständige Bildkompositionen, in denen Bewegung, Perspektive und Atmosphäre neu erfahrbar werden.
Mich interessiert dabei nicht nur das Verkehrsmittel selbst, sondern auch die besondere Wahrnehmung, die mit dem Reisen verbunden ist: das Vorüberziehen von Landschaften, wechselnde Blickwinkel und das Erleben von Zeit und Raum.
Begleitet wird die Serie von zwei Gedichten, die den visuellen Arbeiten eine zusätzliche sprachliche und persönliche Dimension verleihen.
Kunstzüge steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für die Verbindung von Fotografie, digitaler Transformation und Poesie - und für meine fortwährende Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich Wirklichkeit durch einen veränderten Blick neu entdecken lässt.
Werkbeispiele der Serie City Views
City Views - Altbekanntes neu entdeckt
Seit 2010 | Künstlerische Fotografie · Digitale Bildtransformation
Den Ausgangspunkt meiner Werkserie City Views bildete eine Reise nach New York.
Das Wetter war überwiegend grau, und die zahlreichen Wolkenkratzer erschienen mir in ihrer Ähnlichkeit zunächst wenig abwechslungsreich.
Gerade diese Erfahrung wurde zum Anstoß für eine neue künstlerische Auseinandersetzung mit urbanen Landschaften. Ich begann, meine Fotografien digital zu verändern, mit Farben, Kontrasten und Lichtwirkungen zu experimentieren und vertraute Stadtansichten in neue Bildwelten zu verwandeln.
Unter dem Leitgedanken „Altbekanntes neu entdeckt“ entstanden zunächst die Arbeiten der Reihe New York Art sowie ein gleichnamiger Kunstkalender, der 2010 in kleiner Auflage erschien.
Im Laufe der Zeit erweiterte ich die Serie um Ansichten aus Paris, Lissabon, Venedig, Köln und Düsseldorf. New York bildet bis heute ihren umfangreichsten Schwerpunkt.
Bekannte Wahrzeichen und architektonische Strukturen erscheinen durch die bewusste Veränderung ihrer ursprünglichen Farbigkeit in einem ungewohnten Licht. Die Motive bleiben erkennbar, doch ihre neue Erscheinung verändert die Wahrnehmung und eröffnet andere Assoziationen.
Mich interessiert dabei besonders das Spannungsverhältnis zwischen Wiedererkennen und Irritation. Was geschieht, wenn wir etwas Vertrautes plötzlich anders sehen?
Ein Beispiel ist Empire Blue aus dem New-York-Zyklus, das auch bei ars mundi als Kunstedition angeboten wird.
https://www.arsmundi.de/kuenstler/pilbri/
City Views steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für die Erkenntnis, dass nicht allein das Motiv, sondern vor allem die Art seiner Wahrnehmung neue künstlerische Möglichkeiten eröffnet. Aus einer zunächst unspektakulären Reiseerfahrung entstand eine Werkserie, die den vertrauten Blick auf unsere Umgebung hinterfragt.
Werkbeispiele der Serie Mystic Stones - Stonehenge
Mystic Stones - Stonehenge
Originalfotografien 2010 | Künstlerische Fotografie · Digitale Bildtransformation
Die Grundlage meiner Werkserie Mystic Stones – Stonehenge bilden eigene Fotografien, die ich 2009 während eines Besuchs der prähistorischen Steinanlage in England aufnahm. Damals konnte ich Stonehenge noch ohne die heutige Besucherfülle erleben und die monumentale Präsenz der jahrtausendealten Steine auf mich wirken lassen.
Die Begegnung mit diesem geheimnisvollen Ort weckte in mir die Frage, was wir tatsächlich über seine Geschichte wissen und wie viel seiner Bedeutung unserer Vorstellungskraft überlassen bleibt.
Aus den ursprünglichen Fotografien entwickelte ich durch digitale Veränderungen von Farben, Licht und Tonwerten eigenständige Bildwelten. Dunkle Himmel, ungewöhnliche Kontraste und beinahe geisterhaft erscheinende menschliche Gestalten verleihen den Arbeiten eine Atmosphäre zwischen Realität und Imagination.
Mich fasziniert das Spannungsverhältnis zwischen der Beständigkeit der Steine und der Vergänglichkeit menschlicher Existenz. Während die monumentalen Formationen Jahrtausende überdauern, erscheinen die Menschen als flüchtige Spuren der Gegenwart.
Im Mittelpunkt steht für mich nicht die dokumentarische Wiedergabe eines historischen Ortes, sondern die Veränderbarkeit seiner Wahrnehmung. Durch die künstlerische Transformation wird aus einer vertrauten Landschaft ein Raum für Erinnerungen, Assoziationen und neue Interpretationen.
Mystic Stones – Stonehenge steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für eine frühe Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen sichtbarer Wirklichkeit und subjektiver Wahrnehmung. Die Frage, was wir sehen, was wir zu erkennen glauben und welche Wirklichkeiten daraus entstehen, begleitet meine künstlerische Arbeit bis heute.
Werkbeispiele der Serie White Line
White Line
2011 | Malerei · Spachteltechnik · Mischtechnik
In meiner Werkserie White Line beschäftige ich mich mit dem Zusammenspiel von Linie, Fläche, Farbe, Struktur und Material.
Durch den Einsatz von Spachtelmasse entstehen reliefartige Oberflächen, die dem Werk eine zusätzliche räumliche Dimension verleihen. In einzelne Arbeiten integrierte ich kleine, bemalte Aluminium Dibond Platten direkt in die plastische Struktur.
Die weiße Linie bildet das wiederkehrende gestalterische Element der Serie. Sie setzt Akzente, schafft Verbindungen und Kontraste und tritt in einen Dialog mit den unterschiedlichen Oberflächen und Materialien.
Mich interessiert dabei das Spannungsverhältnis zwischen der Materialität des Bildes und seiner visuellen Wirkung, Strukturen, Farbflächen und Linien beeinflussen sich gegenseitig. Licht und Schatten verändern die Wahrnehmung der reliefartigen Oberflächen und lassen das Zusammenspiel von Malerei und plastischer Gestaltung immer wieder neu erscheinen.
White Line steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für die experimentelle Entwicklung und Auseinandersetzung mit malerischen Materialien, räumlicher Wirkung und der Beziehung zwischen Oberfläche und Bildraum — ein Ansatz, den ich in späteren Werkserien auf unterschiedliche Weise weiterentwickelt habe.
Werkbeispiele der Serie Brain Art
Brain Art
Seit 2011 | Abstrakte Malerei · Acryl und Mischtechnik
Die Ursprünge meiner Werkserie Brain Art reichen bis ins Jahr 2011 zurück. Mit Arbeiten wie dem Triptychon Winds of Change und der dreiteiligen Reihe Das Netz 1–3 begann meine künstlerische Auseinandersetzung mit Verbindungen, Netzwerken und den unsichtbaren Strukturen unseres Denkens.
Linien, Knotenpunkte und sich kreuzende Bewegungen bilden komplexe Geflechte. Sie erinnern an neuronale Verbindungen und stehen zugleich sinnbildlich für das Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen, Erfahrungen und Erinnerungen.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich diese Bildsprache weiter. Die zunächst offenen Netzstrukturen verdichteten sich zu vielschichtigen abstrakten Kompositionen, in denen Farbe, Bewegung und Material zunehmend an Bedeutung gewannen.
Werke wie Power of a Woman, Thoughts at High Moon, Rhythm of Crime und Frozen Thoughts beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit inneren Zuständen, emotionalen Spannungen und den vielschichtigen Vorgängen unseres Bewusstseins.
Dabei geht es mir nicht um eine anatomische Darstellung des Gehirns, sondern um die künstlerische Annäherung an das Unsichtbare: an Gedanken, die sich überlagern, Erinnerungen, die Spuren hinterlassen, und Gefühle, die unser Erleben beeinflussen.
Aus dieser langjährigen Beschäftigung mit mentalen und emotionalen Prozessen entwickelte sich während der Coronazeit 2022 die verwandte Werkserie Art with a Smile. Sie greift die abstrakte Bildsprache auf und ergänzt sie um ein kleines, aufgeklebtes Smiley als bewusst gesetztes Zeichen.
Mit Walking Brain entstand 2026 eine weitere eigenständige künstlerische Entwicklung, in der ich meine Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Erinnerung, Identität und menschlicher Verbundenheit fortführe.
Brain Art bildet damit eine wesentliche Grundlage meiner heutigen künstlerischen Position. Die Serie verbindet meine frühen Untersuchungen von Netzwerken und inneren Zuständen mit den Fragestellungen, die meine Arbeit bis heute prägen.
Werkbeispiele der Serie Faszination Glas
Faszination Glas
2012 | Experimentelle Makrofotografie und digitale Bildtransformation
Glas fasziniert mich durch seine Transparenz, seine Lichtbrechungen und die Fähigkeit, Farben und Formen in immer neuen Erscheinungen sichtbar werden zu lassen.
Aus Makroaufnahmen meiner eigenen Glasobjekte und Schmuckanhänger entwickelte ich durch fotografische Verfremdung eine Serie abstrakter Bildwelten. Ergänzend entstanden einzelne Hinterglasmalereien.
In den fotografischen Arbeiten lösen sich die ursprünglichen Gegenstände zunehmend von ihrer gegenständlichen Erscheinung. Licht, Farbe und Bewegung treten in den Vordergrund. Linien werden zu Schwingungen, Reflexionen zu räumlichen Strukturen und kleinste Details zu eigenständigen Kompositionen.
Mich interessiert dabei besonders die Transformation des Sichtbaren: Wie kann aus einem vertrauten Gegenstand eine neue Wirklichkeit entstehen, die sich unserer unmittelbaren Wahrnehmung zunächst entzieht?
Faszination Glas markiert damit eine frühe Phase meiner experimentellen Verbindung von Fotografie, digitaler Transformation und abstrakter Bildgestaltung – eine Entwicklung, die sich in meinen späteren Werkserien fortsetzt.
Werkbeispiele der Serie Floating Objects
Floating Objects
2013 | Temporäre Plastik · Fotografie · Digitale Transformation
Am Anfang stand das Experiment. Aus farbiger Modelliermasse (Polymer Clay) formte ich spontan kleine Skulpturen, deren Gestalt sich im Zusammenspiel von bewusster Gestaltung, Material und Zufall entwickelte.
Die Objekte waren nicht für die Dauer bestimmt. Während des kreativen Prozesses entstand die Idee, ihre vergänglichen Formen fotografisch festzuhalten und anschließend digital zu transformieren.
Durch die Reduktion auf Schwarz-Weiß, die Veränderung von Licht und Kontrasten und die Loslösung vom ursprünglichen Hintergrund entstanden eigenständige Bildwelten. Die materiellen Formen verwandelten sich in scheinbar schwerelos schwebende Objekte.
Die ursprünglichen Skulpturen existieren heute nicht mehr. Geblieben sind ihre fotografisch transformierten Erscheinungen.
Für mich liegt darin ein wesentlicher Gedanke: Nicht jedes künstlerische Ergebnis ist von Beginn an vorhersehbar. Zufall, Experiment und bewusste Entscheidungen können etwas Neues hervorbringen, das über die ursprüngliche Idee hinausgeht.
Floating Objects ist damit eine frühe Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Transformation und dem Entstehen neuer Wirklichkeiten – Fragestellungen, die meine künstlerische Arbeit bis heute begleiten.
Werkbeispiele der Serie Space/Cosmos
Space/Cosmos
Ca. 2013 | Experimentelle Bildwelten · Geometrie und Abstraktion
In meiner Werkserie Space / Cosmos beschäftige ich mich mit der Vorstellung von Raum, Unendlichkeit und den Grenzen unserer Wahrnehmung.
Leuchtende Farbformationen treffen auf geometrische Körper, organisch wirkende Strukturen auf klare Linien und Flächen. Durch Spiegelungen, Überlagerungen und perspektivische Verschiebungen entstehen Bildräume, die an kosmische Landschaften und unbekannte Dimensionen erinnern.
Mich interessiert dabei das Spannungsverhältnis zwischen Ordnung und Unbestimmtheit. Während die geometrischen Formen eine scheinbare Orientierung bieten, entziehen sich die farbigen Räume einer eindeutigen räumlichen Zuordnung.
Die Arbeiten laden dazu ein, gewohnte Vorstellungen von Nähe und Ferne, Innen und Außen sowie Realität und Imagination zu hinterfragen.
Space / Cosmos steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für die Auseinandersetzung mit abstrakten Raumvorstellungen und der Entstehung neuer visueller Wirklichkeiten – Themen, die sich in meinen späteren Werkserien auf unterschiedliche Weise fortsetzen.
Werkbeispiele der Serie Art with a Smile
Art with a Smile
Seit 2022 | Abstrakte Malerei · Acryl und Mischtechnik
Die Werkserie Art with a Smile entstand 2022 während der Coronazeit und entwickelte sich aus meiner langjährigen Beschäftigung mit abstrakten Netzwerken, Gedanken und emotionalen Zuständen in der Serie Brain Art.
In einer Zeit, die für viele Menschen von Unsicherheit, Einschränkungen und gesellschaftlicher Distanz geprägt war, wollte ich mit meiner Kunst bewusst einen positiven Gegenpol schaffen.
Die charakteristischen Linien, Verflechtungen und vielschichtigen Strukturen meiner früheren Arbeiten bleiben erhalten. Zugleich treten lebendige Farben, dynamische Bewegungen und eine zunehmend optimistische Bildwirkung in den Vordergrund.
Ein besonderes Merkmal dieser Serie ist das kleine, aufgeklebte Smiley. Es fügt der abstrakten Komposition ein gegenständliches Element hinzu und wird zum stillen Botschafter einer einfachen, aber wichtigen Haltung: Auch in schwierigen Zeiten dürfen Freude, Hoffnung und Leichtigkeit ihren Platz behalten.
Mich interessiert dabei, wie Farben, Formen und kleine Zeichen unsere Wahrnehmung und emotionale Resonanz beeinflussen können.
Art with a Smile steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für die bewusste Verbindung von abstrakter Malerei und einer lebensbejahenden Botschaft. Die Serie bringt einen Gedanken zum Ausdruck, der meine Arbeit bis heute begleitet: Kunst kann berühren, verbinden und neue Perspektiven eröffnen.
Werke wie Mind Machine, Power of Passion, Gap in Phantasia und Lebensfreude verbinden diese positive Botschaft mit meiner fortwährenden Auseinandersetzung mit den inneren Vorgängen des Menschen.
Werkbeispiele der Serie 2+1=3 - Everything is connected with Everything
Vom Ausgangswerk zur neuen Bildwirklichkeit
2+1=3 - Everything is connected with Everything
Seit 2025 | Contemporary Hybrid Art · Malerei · Fotografie · Digitale Transformation
Was entsteht, wenn zwei eigenständige Kunstwerke miteinander in Beziehung treten und daraus etwas vollkommen Neues hervorgeht?
Diese Frage bildet den Ausgangspunkt meiner Werkserie 2+1=3 – Everything is connected with Everything.
Das Konzept beruht auf einem künstlerischen Prozess, bei dem zwei bereits existierende Werke mit eigener Geschichte, Bildsprache und Identität zur Grundlage eines dritten, autonomen Kunstwerks werden.
Dabei können unterschiedliche Medien, Entstehungszeiten und visuelle Strukturen aufeinandertreffen. Malerei begegnet Fotografie, analoge Gestaltung verbindet sich mit digitaler Transformation. Durch Überlagerung, Veränderung und bewusste kompositorische Entscheidungen entsteht eine neue Bildwirklichkeit.
Mich interessiert besonders, wie sich Bedeutungen durch Verbindungen verändern. Was zuvor unabhängig voneinander existierte, tritt in einen neuen Zusammenhang. Vertraute Elemente verlieren ihre ursprüngliche Eindeutigkeit und eröffnen andere Perspektiven.
Der Titel 2+1=3 beschreibt deshalb nicht nur einen gestalterischen Vorgang, sondern auch eine grundlegende Überzeugung meiner künstlerischen Arbeit: Everything is connected with Everything.
Die Serie greift frühere Arbeiten auf und führt sie in neue Zusammenhänge. Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich, ohne dass die Eigenständigkeit der ursprünglichen Werke verloren geht.
Für mich ist dieser Prozess zugleich eine künstlerische Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Veränderung und Verbundenheit. Jede neue Verbindung eröffnet die Möglichkeit, über das bereits Bekannte hinauszugehen.
2+1=3 steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für die bewusste Zusammenführung unterschiedlicher Ausdrucksformen und für die Entstehung neuer Wirklichkeiten aus bereits vorhandenen Bildwelten.
Explosion of a Vulcan – Transformation einer ausgezeichneten Malerei
Aus meiner Malerei Explosion of Chaos und einer Vulkanfotografie entwickelte ich das eigenständige Hybridkunstwerk Explosion of a Vulcan.
Die expressiven Farb- und Linienstrukturen der Malerei begegnen den geologischen Formen und Oberflächen einer Vulkanlandschaft. Durch digitale Transformation entsteht eine neue Bildwirklichkeit, in der malerische und fotografische Elemente miteinander verschmelzen.
Das Ausgangswerk Explosion of Chaos wurde 2024 mit dem Future of Art Global Masterpiece Award ausgezeichnet und erhielt eine schriftliche Werkbesprechung.
Exploring Network – Verbindungen über die Zeit
Die Grundlage von Exploring Network bilden meine Malerei Das Netz 2 aus dem Jahr 2011 und eine Vulkanfotografie.
Das frühe Werk aus der Serie Brain Art wird damit Jahre nach seiner Entstehung zum Bestandteil einer neuen künstlerischen Komposition. Die abstrakten Verbindungen des Ausgangsbildes treten in einen Dialog mit den Strukturen der Natur.
Für mich macht dieser Prozess einen zentralen Gedanken meiner Arbeit sichtbar: Ein Kunstwerk muss nicht mit seiner ursprünglichen Entstehung abgeschlossen sein. Es kann Ausgangspunkt neuer Verbindungen und eigenständiger Bildwelten werden.
Marilyn Trilogie - abgeschlossene Werkserie aus dem Jahr 2026
Marilyn Monroe - Behind the Icon
2026 | Trilogie zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe · Contemporary Hybrid Art
Anlässlich des 100. Geburtstags von Marilyn Monroe im Jahr 2026 entwickelte ich eine Trilogie aus drei eigenständigen Kunstwerken, die sich mit der Frau hinter der weltberühmten Ikone auseinandersetzen.
Marilyn Monroe verkörpert bis heute Schönheit, Glamour und Erfolg. Doch hinter dem öffentlichen Bild stand eine vielschichtige Persönlichkeit, deren Leben auch von Verletzlichkeit, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung geprägt war.
In den drei Werken Power of a Woman – Marilyn, Behind the Smile und Rise beschäftige ich mich mit unterschiedlichen Facetten weiblicher Identität und dem Spannungsverhältnis zwischen äußerer Erscheinung und innerer Wirklichkeit.
Dabei interessiert mich weniger die Wiederholung eines bekannten Porträts als die Frage, wie sehr unser Bild eines Menschen von gesellschaftlichen Vorstellungen und öffentlichen Zuschreibungen bestimmt wird.
Die drei Arbeiten bilden einen gedanklichen Zusammenhang: weibliche Stärke, die verborgenen Facetten hinter einem vertrauten Lächeln und das Streben nach persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung.
Durch künstlerische Transformation entstehen eigenständige Bildinterpretationen, die über die Darstellung einer berühmten Persönlichkeit hinausgehen und Raum für neue Sichtweisen eröffnen.
Die Marilyn-Trilogie steht innerhalb meiner künstlerischen Entwicklung für eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Fremdbild und Selbstbild. Sie greift damit zentrale Fragen meiner Kunst nach Wahrnehmung, Identität und der Vielschichtigkeit menschlicher Existenz auf.
Werkbeispiele der Serie Walking Brain
Walking Brain - Zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und Identität
Seit 2026 | Contemporary Hybrid Art · Malerei · Fotografie · Digitale Transformation · Räumliche Konzepte
Wie entstehen unsere Gedanken? Was bleibt von unseren Erinnerungen? Und wie verändert sich unser Selbstbild, wenn sich Wahrnehmung und innere Wirklichkeit verschieben?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt meiner fortlaufenden Werkserie Walking Brain.
Ihre künstlerischen Wurzeln reichen bis zu meinen frühen netzwerkartigen Malereien der Serie Brain Art zurück. Während ich mich dort zunächst mit abstrakten Verbindungen, Gedankenstrukturen und emotionalen Zuständen beschäftigte, richtet sich mein Blick in Walking Brain zunehmend auf das komplexe Zusammenspiel von Wahrnehmung, Gedächtnis, Bewusstsein und Identität.
Der Titel Walking Brain beschreibt für mich ein Gehirn in ständiger Bewegung. Gedanken entstehen, verändern sich und verschwinden. Erinnerungen werden neu zusammengesetzt, Erfahrungen hinterlassen Spuren, und unsere Wahrnehmung formt fortwährend das Bild, das wir von uns selbst und unserer Umwelt entwickeln.
In meinen Arbeiten begegnen sich organisch anmutende Strukturen, fragmentierte Formen, neuronale Verbindungen und abstrakte Bildräume. Unterschiedliche künstlerische Techniken und visuelle Ebenen eröffnen dabei neue Perspektiven auf die unsichtbaren Prozesse unseres Inneren.
Mich interessiert besonders das Spannungsfeld zwischen Stabilität und Veränderung. Wie viel unseres Selbst bleibt bestehen, wenn Erinnerungen verblassen oder sich unsere Wahrnehmung verändert? Welche Bedeutung haben Beziehungen und Resonanz für unser Erleben von Identität?
Dabei verstehe ich meine Kunst nicht als wissenschaftliche Illustration neurologischer Vorgänge. Vielmehr übersetze ich Fragen aus Neurowissenschaft, Psychologie und Philosophie in eine eigenständige künstlerische Bildsprache.
Walking Brain ist zugleich eine offene künstlerische Forschungsreise. Die Serie entwickelt sich über zweidimensionale Arbeiten hinaus und bezieht zunehmend räumliche, skulpturale und partizipative Überlegungen ein.
Im Mittelpunkt steht für mich die Erkenntnis, dass unser Bewusstsein nicht isoliert existiert. Wahrnehmung, Erinnerung und Identität entstehen und verändern sich im Zusammenspiel mit unserer Umwelt und anderen Menschen.
Walking Brain verbindet damit meine langjährige Beschäftigung mit dem menschlichen Denken mit einer grundlegenden Frage meiner künstlerischen Arbeit: Was verbindet uns – mit uns selbst, mit anderen und mit der Welt, in der wir leben?
Entdecken Sie weitere Werke meiner Serien
Die hier präsentierten Arbeiten zeigen ausgewählte Einblicke in meine künstlerische Entwicklung. Mit Ausnahme der abgeschlossenen Marilyn-Trilogie umfassen die vorgestellten Werkserien weitere Kunstwerke, die auf dieser Seite nicht vollständig abgebildet sind.
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